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Kein Grund zum Feiern

Ulrike Henning über immer mehr Sozialhilfefälle unter den Pflegebedürftigen

Die Zustände in der Pflege werden nicht besser. Die offizielle Statistik belegt das jetzt erneut. Immer häufiger muss die Sozialhilfe einspringen, weil die Bedürftigen und ihre Angehörigen die Kosten nicht decken können. Bis zum gerade gefeierten 20. Jahrestag des Pflegegesetzes ist die Zahl derer, die finanzielle Unterstützung benötigen, angestiegen, in den letzten zehn Jahren um über 30 Prozent. Über drei Milliarden Euro kostet den Steuerzahler das schon 2013, während regierende Gesundheitspolitiker unverdrossen auf Teilkasko-Versicherung und private Vorsorge setzen.

Das kann kaum unter den Wohltaten des Sozialstaates verbucht werden, nach dem Motto: »Sie werden ja trotzdem versorgt.« Auch Sozialhilfe gibt es nicht umsonst. Zuvor muss fast die gesamte Rente, das gesamte Vermögen für die Pflegekosten aufgebracht werden. Darüber hinaus bleibt nur ein knappes Taschengeld für Ausflüge, Kino- oder Cafébesuch, Bücherkauf - soziale Teilhabe sieht aber für jeden anders aus. Mit Sozialhilfe wird sie immer weniger möglich. Die heute armen Pflegebedürftigen sind vielleicht noch im Verzicht geübt. Aber es betrifft auch ihre Kinder, die sich gegenüber den Ämtern finanziell offenbaren müssen. Schon jetzt keine gute Aussicht auf das eigene Alter - wenn es hier keinen Systemwechsel gibt.

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