Edathy-Ausschuss: BKA-Chef weist Vorwürfe zurück

Ziercke nennt Anschuldigungen »verrückt« / Grüne fordern Offenlegung des SMS-Verkehrs der SPD-Spitze

Im Untersuchungsausschuss zum Fall Edathy muss der ehemalige BKA-Chef Ziercke Rede und Antwort stehen. Auch für den schlagfertigen Routinier eine schwierige Situation. Sein Ruf steht auf dem Spiel.

Berlin. Der frühere BKA-Präsident Jörg Ziercke hat den Vorwurf des Geheimnisverrats im Edathy-Untersuchungsausschuss weit von sich gewiesen. Der ehemalige Chef des Bundeskriminalamtes sagte am Donnerstag als Zeuge vor dem Gremium des Bundestages, er habe mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Hartmann nie über die seit 2013 laufenden Kinderporno-Ermittlungen gegen den damaligen SPD-Parlamentarier Sebastian Edathy gesprochen.

Ziercke betonte, er habe den Innenpolitiker Edathy von Anfang an »unsympathisch« gefunden. Er habe also keinerlei Veranlassung gehabt, Edathy durch über eine Indiskretion gegenüber Hartmann zu informieren und dadurch seine eigene Karriere zu gefährden. Ziercke fragte: »Wie verrückt ist denn das eigentlich?«

Die Ausschuss-Mitglieder wollen Ziercke ihm wissen, wie genau er Ende 2013 und Anfang 2014 über den Stand der Kinderporno-Ermittlungen gegen Edathy informiert war und wem er damals davon erzäh...

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