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Schlechtes Klima im Anflug

Das World Economic Forum, das sich ja eigentlich mit der Zukunft der Welt befassen soll, verbreitet ein schlechtes Klima. Wer in den vergangenen Stunden im Internet verfügbare Radarbilder vom Schweizer Luftraum betrachtete, sah jede Menge kleine Flieger. Logisch, denn Wirtschaftsführer wie Politiker zwängen sich nicht in ausgebuchte Linienmaschinen, wenn sie von allen Kontinenten nach Davos reisen. Sie wollen es komfortabel und schnell. Kommen sie nicht mit dem eigenen Privatjet, wird einer geleast.

Meist landen und starten die Maschinen auf dem Flughafen Zürich-Kloten. «Wir rechnen mit 1000 zusätzlichen Flugbewegungen, sagte Flughafensprecherin Sonja Zöchling. Dem Betreiber ist die zusätzliche jährliche Einkunftsquelle natürlich hochwillkommen.

Auch der ansonsten verschlafene Airport St. Gallen-Altenrhein nahe dem Bodensee hat quirlige Tage zu bestehen. Mit rund 80 Flügen hat der größte Betreiber von Business Jets in Europa NetJets voraussichtlich einen Zuwachs von vier Prozent gegenüber 2014. Vergleicht man mit dem Jahr 2010, ergibt sich bei den WEF-Flügen ein Plus von 122 Prozent. Das ist wirklich der Gipfel. hei

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