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Dauerbombardement mit Sozialromantik

Ernst Haffners Roman »Blutsbrüder« an der Volksbühne

  • Von Tom Mustroph
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Sebastian Klink inszeniert Ernst Haffners wiederentdeckten Roman »Blutsbrüder« über jugendliche Kleinkriminelle im Zwischenkriegsberlin Ende der 192023, Anfang der 1930er Jahre als neorealistisches Museumsstück mit mancher Lokalpointe. Viel mehr als sozial besorgtes Musterschülertheater, verbunden mit einem Schaulaufen für Angehörige der aktuellen Absolventenklasse der Ernst Busch Hochschule, entsteht bei diesem Versuch leider aber nicht.

Der Namensgeber der Hochschule hatte einst mehr Glück mit seinem Auftritt. Eine der seiner frühen Paraderollen im Film hatte Ernst Busch in Slatan Dudows »Kuhle Wampe«. In die gleiche Zeit und ein ähnliches soziales Milieu wie der Dudow-Brecht-Eisler-Film führt auch Haffners Cliquenroman »Blutsbrüder« - mit dem Unterschied, dass hier die Protagonisten gerade nicht über die Gründe ihres sozialen Elends aufgeklärt sind. Diese sich meist in der Armengegend um die damalige Volksbühne herumtreiben...


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