Werbung

Deutschland erhöht Beitrag für Impfallianz auf 600 Millionen

Kritiker protestieren gegen zu hohe Impfkosten

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Ein großes Glücksrad, bei dem immer die Pharmaindustrie gewinnt. Während des Treffens der Impfallianz in Berlin protestieren Kritiker gegen zu hohe Preise von Impfstoffen, die von den Unternehmen aufgerufen werden.

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine Erhöhung des deutschen Beitrags für die globale Impfallianz Gavi angekündigt. Die Bundesregierung werde ihren Beitrag für Gavi für die kommenden fünf Jahre auf insgesamt 600 Millionen Euro erhöhen, sagte Merkel in einer Rede bei der Gavi-Geberkonferenz am Dienstag in Berlin an. Zuvor hatte die Bundesregierung einen Betrag von 500 Millionen Euro zugesagt.

Die 600 Millionen Euro sollen im Zeitraum von 2016 bis 2020 an die Impfallianz fließen, die sich für die Immunisierung von Kindern in den ärmsten Ländern einsetzt. Gavi will bei der Konferenz insgesamt 7,5 Millionen Dollar zusammenbekommen, um bis 2020 Impfungen für 300 Millionen weitere Kinder finanzieren zu können.

Kritiker fordern niederigere Impfstoffpreise

Anlässlich der Geberkonferenz der globalen Impfallianz Gavi fordern die Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und Oxfam die Bundesregierung und die teilnehmenden Staaten auf, gegen die Pharmabranche niedrigere Impfstoffpreise durchzusetzen.

Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen demonstrieren zum Auftakt der Geberkonferenz am Berliner Alexanderplatz. Ein großes Glücksrad, bei dem immer die Pharmaindustrie gewinnt, symbolisiert die undurchsichtige Preisfindung zwischen der Impfallianz Gavi und den Herstellerfirmen.

»Um möglichst viele Kinder weltweit zu schützen, müssen die in Berlin zugesagten Beiträge effizient eingesetzt werden. Derzeit haben aber Firmen durch die Intransparenz auf dem Impfstoffmarkt die Möglichkeit, überteuerte Preise zu verlangen. Auch deshalb können nach wie vor nicht alle Kinder geimpft werden«, erklärt Philipp Frisch von der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen. »Wir fordern die Schirmherrin der Konferenz Angela Merkel daher auf, zusammen mit den anderen Geberländern Druck auf die Pharmaunternehmen auszuüben, die Preise deutlich zu senken. Anstatt die von den Unternehmen verlangten Preise hinzunehmen, müssen als erster Schritt unabhängige Untersuchungen über die tatsächlichen Produktionskosten durchgeführt werden.«

Microsoftgründer Bill Gates als treibende Kraft hinter Impfallianz Gavi

Mit Hilfe der im Jahr 2000 auf Initiative von Microsoft-Gründer Bill Gates gegründeten Impfallianz Gavi wurden bislang fast eine halbe Milliarde Kinder weltweit geimpft. Dadurch wurden nach offiziellen Angaben rund sieben Millionen Kinder vor dem Tod bewahrt. Doch noch immer sterben jedes Jahr 6,3 Millionen Kinder - die Hälfte davon an Krankheiten, die leicht behandelbar oder vermeidbar wären, etwa Durchfall oder Keuchhusten.

Die Kanzlerin kündigte an, sie werde die Initiative gemeinsam mit dem derzeitigen Vorsitzenden der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas, Ghanas Staatschef John Dramani Mahama, und der norwegischen Ministerpräsidentin Erna Solberg UN-Generalsekretär Ban Ki Moon vorlegen. Agenturen/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen