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Der Grund, sich zu verlieren

Zum Buch »Ein Frühling in Jerusalem« von Wolfgang Büscher

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Jedes Gegenteil als Teil des Ganzen erfahren,sich reicher wähnen durch aufkommende Unsicherheit im Urteil, worüber auch immer – das ist der Lockruf dieses Buches.

Immer nur in den eigenen Wänden - das ist die Villa Verfolgungswahn. Für die einen. Für jene also, die gern reisen, weil sie ahnen: Zu Hause bin ich mir zu nahe, Rechthaberei und Borniertheit summieren sich zu einer deprimierenden Last. Für andere aber gilt, was der Schweizer Dichter Robert Walser antwortete, als man ihn zu einer Expedition in die Südsee einlud: »Nein. Bäume reisen auch nicht.« Aber ganz ohne Entfernung geht Leben nicht. Am schönsten ist wohl: fort zu sein, ohne reisen zu müssen. Lesen also. Und umgehend sei gesagt: Wolfgang Büschers Buch »Ein Frühling in Jerusalem« ist ein packendes Erlebnis. Wegen Büschers Art zu reisen. Wegen seiner Art zu schreiben. Wegen der Art, wie Leben und Schreiben einander zusprechen.

Zwei Monate des Jahres 2014 lebte Büscher in der Altstadt von Jerusalem. Heilige Stadt der Juden, Christen, Moslems. Und der Touristen, die ihrer eigenen Religion folgen wie Sisyphos dem Stein: Sie gla...


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