Kampf der Gockel

Im Kino: Mit »Birdman« schwingt Alejandro G. Iñárritu sich zu neuen Höhen auf

  • Von Caroline M. Buck
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Seine neun Oscar-Nomierungen, die den Film zu einem der Favoriten der Verleihung machen, sind ein Indiz dafür, dass die allseitige Tour de Force gelungen ist - natürlich kriegen auch die Kritiker ihr Fett ab.

Es ist ein ambitionierter Versuch, Stil und Tonart radikal zu wechseln und sich noch einmal völlig neu zu erfinden. Für den mexikanischen Filmemacher Alejandro G. Iñárritu, weil er mit »Birdman« mehrstimmige Hochglanz-Melodramen wie »Babel« hinter sich lässt, für die er berühmt wurde - oder, je nach Blickrichtung, berüchtigt. Für Riggan Thomson, seinen Helden von der traurigen Gestalt, weil der es nach einer finanziell erfolgreichen, aber professionell unbefriedigenden - und auch schon ziemlich vergangenen - Vergangenheit als Superheld in einer Reihe von Comic-Verfilmungen noch einmal wissen will und Geld und Ruf auf eine einzige, hochriskante Karte setzt. Und für Michael Keaton schließlich, Iñárritus Hauptdarsteller, weil der selbst zweimal Batman für Regisseur Tim Burton war und sich von der ästhetischen Zwangsjacke seines Superheldenanzugs ebenfalls nie ganz befreien konnte. Jedenfalls bis zu dem Triumphzug, zu dem »Birdman« für ...


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