Umstrittene Förderung der Massentierhaltung

Potsdam. Landwirte müssten für EU-Fördermitteln in Brandenburg nur Minimalstandards einhalten, die keine tiergerechte Haltung sicherstellen, kritisierte am Mittwoch der Landtagsabgeordnete Benjamin Raschke (Grüne). Die Annahme, das neue Fördersystem des Landes werde höhere Anforderungen an den Tierschutz stellen, habe sich als falsch erwiesen. Größtenteils seien nur die alten Auflagen übernommen worden. Diese seien nun Bestandteil der neuen Premiumförderung, die durch eine Erhöhung der Förderung von 35 auf 40 Prozent der Investitionssumme aufgestockt worden sei. Die Verbesserungen seien »hier sehr überschaubar«, sagte Raschke. Lediglich Kühen und Rindern sowie Abferkelbuchten für trächtige Schweine werde etwas mehr Platz zugestanden. In der neuen Basisförderung mit 20 Prozent Zuschuss werden die Standards »sogar noch heruntergeschraubt«, so Raschke. 2007 bis 2013 seien in Brandenburg 70 Millionen Euro EU-Mittel in Megaställe geflossen. Die Basisförderung müsste gestrichen werden und die Premiumförderung sollte nur für besonders tierschutzgerechte Ställe gewährt werden, findet Raschke. epd/nd

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