Barbie ist aus der Mode

Spielzeughersteller Mattel wird vom dänischen Lego überholt

  • Von John Dyer, Boston
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Blonde mit den langen Beinen war lange der Inbegriff der Puppe. Inzwischen verliert Barbie im Wettbewerb an Boden. Hersteller Mattel zieht nun die Reißleine und entlässt seinen Chef.

Das zurückliegende Weihnachtsgeschäft war verheerend schlecht für Mattel, den zweitgrößten Spielzeughersteller der Welt nach Lego aus Dänemark. Auch die langbeinige blonde Barbie-Puppe konnte daran nichts ändern. Im Gegenteil, die Verkäufe gingen gegenüber der Vorjahressaison zurück. Nun gab Mattel-Chef Bryan Stockton deshalb seinen Posten auf.

»Unsere Ergebnisse lagen hinter den Erwartungen zurück. Und der Aufsichtsrat war der Meinung, dass ein Führungswechsel angebracht sei«, sagte Mattel-Sprecher Alex Clark. Stockton war 2012 vom Lebensmittelkonzern Kraft zu Mattel gekommen. Der Spielwarenhersteller verdiente 2014 unter Führung des 61-Jährigen 15,5 Millionen Dollar. Stockton habe keinen Blick für die Entwicklung in einer durch technische Neuerungen geprägten Branche, hieß es bei Mattel. »Sie waren zu langsam, während die Spielzeugindustrie schneller und schneller wurde«, sagt Analyst Gerrick Johnson.

Die Entscheidung ...


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