Museologe Grote tot

Der Gründungsdirektor des bundesweit renommierten Berliner Instituts für Museumsforschung, Andreas Grote, ist tot. Grote starb am Samstag im Alter von 85 Jahren, wie die Staatlichen Museen zu Berlin am Mittwoch mitteilten. Der Architekt, Kunsthistoriker und gelernte Silberschmied wurde nach Stationen in Nürnberg, Italien und in verschiedenen Berliner Museen 1979/80 zum Direktor des Instituts für Museumskunde, dem heutigen Institut für Museumsforschung bei den Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz ernannt.

Sein wissenschaftliches Spezialgebiet war die Museumsgeschichte, hieß es. In seiner Amtszeit habe er neben dem Aufbau der wissenschaftlichen Spezialbibliothek zur Museologie in seinem eigenen Forschungsgebiet ein Standardwerk zur Sammlungsgeschichte der Kunst- und Wunderkammern herausgegeben. Zudem pflegte Grote den Angaben zufolge bis zum Mauerfall 1989 häufig unter schwierigen Umständen auch fachliche Kontakte mit den Ost-Berliner Museen und anderen Museen in der DDR.

Nach seiner Pensionierung im Jahre 1993 war Grote unter anderem als Berater des italienischen Kultusministeriums tätig und plante für die UNESCO die internationalen Sommerkurse der Staatlichen Schlösser und Gärten in Potsdam. epd/nd

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