Ersatzteil auf Umwegen

Minimalinvasive Herzklappenoperationen sind nicht für alle Patienten gut. Doch sie bringen mehr Einnahmen als herkömmliche Eingriffe

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die kathetergestützte Herzklappenoperation war vor Jahren noch gar nicht bekannt. Heute explodieren die Fallzahlen. Doch der Eingriff ist nicht ohne Risiken.

Chirurgische Eingriffe am Herzen haben Laien schon immer in Erstaunen versetzt - spätestens seit der ersten Transplantation eines menschlichen Herzens 1967 in Kapstadt. Inzwischen sind der Stent, der verengte Gefäße öffnen und offenhalten soll, oder der Bypass - eine Überbrückung von zugesetzten Gefäßabschnitten - vielen Menschen ein Begriff.

Die Herzklappen, von denen es vier in verschiedenen Teilen des Herzens gibt, sind ein weiteres Ziel chirurgischer und neuerdings auch minimal-invasiver Eingriffe. Die Klappen regulieren den Blutfluss im Herzmuskel, aber auch sie können sich entzünden und dann vernarben, sie können sich verengen und dann nicht mehr genügend Blut zum Beispiel in die Aorta lassen. Von einer solchen Aortenstenose waren 2011 in der Bundesrepublik vier Prozent der über 75-Jährigen betroffen.

Die erste künstliche Herzklappe wurde in den USA schon 1952 eingesetzt. Das Implantat soll verhindern, dass sich das Herz überanst...


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