Emran Feroz 29.01.2015 / Kultur

130 Minuten Kriegspropaganda

»American Sniper« oder wie Hollywood den Irak-Krieg umschreibt

Im Film »American Sniper« will Regisseur Clint Eastwood die Geschichte des tödlichsten Scharfschützen der US-Geschichte, Chris Kyle, erzählen. Herausgekommen ist ein Propagandastreifen, der Rassismus fördert und den Mord an Kindern und Frauen zur Heldentat verklärt.

Der neueste Kriegsfilm der US-amerikanischen Filmindustrie schlägt hohe Wellen. In »American Sniper« geht es um das Leben von Chris Kyle, einem Scharfschützen, der im Irak zahlreiche Menschen, unter ihnen auch Frauen und Kinder, getötet hat und dafür nun als »Held« gefeiert wird. Dabei ist die Glorifizierung des Soldaten das kleinste Problem. Regisseur Clint Eastwood hat nämlich nicht nur für patriotisches Ambiente gesorgt, sondern gleich die Geschichtsbücher umgeschrieben.

Das fängt schon mit dem Einstieg des Films an:: Zu sehen ist ein nachdenklicher Chris Kyle, gespielt von Bradley Cooper, der auf ein Kind mit einer Granate in der Hand zielt und tötet. Im nächsten Moment wird auch die Mutter des Jungen erschossen. Auch sonst wird viel geschossen im Film. Mindestens 160 Iraker soll der echte Chris Kyle getötet haben – der erfolgreichste Schütze der US-Geschichte. Für seine »Verdienste« wurde der Navy SEAL mehrfach ausgezeich...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: