Wolfgang Hübner 31.01.2015 / Kommentare

Fast alle gegen einen

Wolfgang Hübner über das deutsche Medienecho zum Regierungsstart von SYRIZA

Mit voller Breitseite polemisieren deutsche Medien gegen die neue Athener Regierung: Wolfgang Hübner über die brachiale Griechenland-Kommentierung, die geschichtsvergessenen Deutschen und eine unkonventionelle Außenansicht.

»Tsipras und seine Populistenriege« (»Süddeutsche Zeitung«); »schrecklich schillernde Truppe« (»Frankfurter Allgemeine Zeitung«); »smarter Linkspopulist« (»Bild«), »Europas Albtraum«, »Der Geisterfahrer« (»Spiegel«) - das ist die Tonlage, in der sich ein Großteil der deutschen Medien derzeit dem Thema Griechenland widmet.

Offenbar bekommt die neue Regierung in Athen keine 100 Tage Schonfrist, wie sonst in der Politik üblich, keine zehn Tage, nicht einmal 24 Stunden. Kein Wunder: Das mediale Urteil über Alexis Tsipras und das Linksbündnis SYRIZA stand ja schon vor der Wahl fest und wird nun jeden Tag aufs Neue heruntergebetet. Tsipras scheine »im Überschwang nicht nur sein Land, sondern gleich ganz Europa in einen umstürzlerischen Sog ziehen zu wollen«, kommentiert etwa die »Süddeutsche Zeitung«. Und an anderer Stelle: Er wecke populistische Gefühle anderswo und trage deshalb zu einer »Erosion der Vernunft« bei.

»Die Welt...

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