Stefan Otto 02.02.2015 / Inland

Zwischen Dialog und Abrechnung

Einstige Heimkinder ringen mit der Korntaler Brüdergemeinde um Aufarbeitung von Unrecht

Erstmals verklagt ein ehemaliges Heimkind eine Einrichtung - die Brüdergemeinde Korntal in Baden-Württemberg - auf Schmerzensgeld in Millionenhöhe. Doch es gibt auch Gespräche mit Betroffenen.

Als Opfer sieht sich Detlev Zander längst nicht mehr. »Opfer können sich nicht wehren, sie müssen sich ergeben«, sagt der 53-Jährige. Zander, der in einem Kinderheim der evangelischen Brüdergemeinde Korntal (Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg) aufwuchs, ist nach eigener Aussage über viele Jahre sexuell missbraucht, misshandelt und gedemütigt worden - für das begangene Unrecht sei niemand zur Rechenschaft gezogen worden. Dagegen lehnt Zander sich auf. Mit einer Klage verlangt er von der Brüdergemeinde Schmerzensgeld in Höhe von 1,1 Millionen Euro. Sein Anwalt Christian Sailer räumt ein, dass dies ein »exorbitant hoher Betrag« sei, allerdings gerechtfertigt, weil es sich um ein »exorbitantes Verbrechen« handle.

Derzeit läuft beim Oberlandesgericht Stuttgart ein Antrag auf Prozesskostenhilfe. Unabhängig von der Entscheidung, mit der Zander in diesem Monat rechtet, will er an der Klage festhalten - auch wenn Kosten in Höhe...

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