Mario Neumann 10.02.2015 / Debatte

Das Subjekt sind immer die Anderen

Was folgt aus dem SYRIZA-Wahlsieg? Die bundesdeutsche Linke muss mehr liefern als Symbolpolitik und Lippenbekenntnissen, meint Mario Neumann

»Was tun?« ist eine Frage, die über den griechischen Moment hinaus reicht. Eine angemessene Antwort darauf finden wir nicht im Business as usual. Wir müssen fragen, was eine Erneuerung der Linken hier bedeuten kann, anstatt den nächsten Masterplan zu entwerfen, dem niemand folgt.

An Meinungsstärke hat es ja den wenigsten gefehlt in den Tagen nach der Wahl in Griechenland. Zur Koalitionsbildung mit ANEL im Besonderen, zur Staats- und Parteienkritik im Allgemeinen: alle hatten viel zu sagen, die meisten wussten es natürlich besser und einige wussten es sowieso schon immer. Manche wollen es nun noch etwas genauer oder sogar ganz genau wissen. Andere wiederum sind »wütend« und »besorgt«. Es gab gefühlt mehr linksdeutsche »Bauchschmerzen« über Syrizas Koalitionsentscheidung als über die Rolle der deutschen Regierung in der Krise oder über die rassistische Hetze gegen die »unverschämten Griechen«.

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