Der unbekannte Kandidat

CDU-Frontmann Dietrich Wersich ist in Hamburg chancenlos. Das liegt nicht nur an seiner unauffälligen Wahlkampagne

  • Von Folke Havekost, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Die CDU hatte bei der Hamburg-Wahl auf einen Zweikampf um den Bürgermeisterposten gehofft. Doch die Christdemokraten haben sich von früheren Niederlagen noch nicht wieder erholt.

Zwischen Kirche und Marktplatz ist Rothenburgsort für anderthalb Stunden ziemlich schwarz. Der CDU-Spitzenkandidat Dietrich Wersich hat sein Wahlkampfmobil in dem zentral gelegenen Hamburger Stadtteil geparkt: einen schwarzen Doppeldeckerbus, Baujahr 1964, ein Jahr älter als er selbst. Doch Wersichs Wahlkampf kommt einfach nicht in Fahrt.

Umfragen verheißen ihm ein etwas schlechteres Ergebnis als vor vier Jahren, als lediglich 21,9 Prozent der Stimmen auf die CDU entfielen. »Die Wahl ist noch nicht gelaufen«, beschwört Wersich. Doch von einem offenen Rennen gegen Bürgermeister Olaf Scholz von der SPD kann keine Rede sein - auch, weil der ehemalige Sozialsenator (2008-11) vielen Hamburgern kaum vertraut ist. Die »Hamburger Morgenpost« nutzte die mangelnde Bekanntheit Wersichs für eine Straßenumfrage, die sie unter der Überschrift »Wer zur Hölle ist dieser Mann?!« veröffentlichte.

615 000 Euro pumpten die Christdemokraten ...


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