Intrigante Opportunistin

Jacquot im Wettbewerb

  • Von Kira Taszman
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Sind Sie sauber? Zerbrechen Sie Geschirr?» Bevor Célestine, das Hausmädchen, ihren Dienst in einem neuen Herrschaftshaus antritt, wird sie regelrecht verhört. Dabei sind lediglich jene Talente von Belang, die sich für die Führung des Haushalts verwerten lassen. Ihre schöne Garderobe muss Célestine (Léa Seydoux) auf Geheiß der kalten und eifersüchtigen Herrin ablegen. Denn der Herr des Hauses grabscht gerne frische junge Mädchen an und zuweilen schwängert er sie auch.

Benoît Jacquot ist ein Regisseur, der sich für Klassenverhältnisse interessiert. Bereits in seinem vor drei Jahren auf der Berlinale gezeigten Drama «Leb wohl, meine Königin» sezierte er den - vorübergehenden - Untergang des Adels zu Beginn der Französischen Revolution. Mit «Das Tagebuch einer Kammerzofe» führt Jacquot seine historisch-soziologischen Betrachtungen fort. Diesmal widmet er sich der Bourgeoisie im Frankreich...


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