Wim Wenders

  • Von Tobias Riegel
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Die äußerlichen Erkennungszeichen - runde Brille, Hut und feiner Zwirn - hatte er sich schon 1974 zugelegt, den visionären Blick auch: Wim Wenders bei den Dreharbeiten zu »Alice in den Städten«. Ein Roadmovie voller sinnsuchender Melancholie, wie sie deutsche Regisseure bis heute kaum zu erzeugen vermögen. Der Film war Wenders’ Durchbruch und die Vorahnung auf das Meisterwerk »Paris/Texas« (1984), in dem sich alte und neue Welt, US-Kino und deutscher Autorenfilm ein so stimmiges Stelldichein geben. Wenders, der verhinderte Theologe, verbreitet seine Botschaften, ohne Prediger sein zu wollen: »Ein Film kann durch seine Form und seine Sprache Veränderung einfordern, ohne eine einzige polit...


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