Die Liebe der Hühner

Tanja Maljartschuk erzählt Geschichten aus Kiew, amüsant, bittersüß ist die Lektüre

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die triste Wirklichkeit zu unterlaufen, besser, darüber hinwegzufliegen, dazu hat sie Talent. Das merkte man schon in ihrem Roman »Biografie eines zufälligen Wunders«, der vor zwei Jahren im Residenz Verlag herauskam. Tanja Maljartschuk ließ ihn in »San Francisco« handeln, was wohl die Stadt Iwano-Frankiwsk meinte, wo sie 1983 geboren wurde. Aber die Atmosphäre des Seltsamen, des Heiteren und Grotesken lässt immer wieder auch Bitterernstes durchscheinen. Das beginnt schon damit, dass Lena, im wahrsten Sinne des Wortes Heldin in diesem Roman, im Kindergarten erleben muss, wie eine Erzieherin gedemütigt wird, weil sie Russin ist …

Das neue Buch nun hat den deutschen Titel nicht vom Original. »Von Hasen und anderen Europäern. Geschichten aus Kiew« kommt einem Publikum entgegen, dass die Ukraine mit politischen Wirren verbindet und Moskau schon nicht mehr zu Europa rechnet. Die inzwischen in Wien lebende Autorin hat ihren Band unt...


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