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Silvia Ottow über das skrupellose Geschäft mit der Heilung von Krankheiten

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Es ist paradox: Da existiert ein neues Mittel, das Millionen Menschen von einer gefürchteten Krankheit, der Hepatitis C, heilen könnte. Doch die meisten Kranken, denen es zu leben helfen könnte, können es sich nicht leisten. Die Herstellerfirma in den Vereinigten Staaten von Amerika hat sich vorgenommen, aus jedem 10-Dollar-Schein einen 1000-Dollar-Schein zu machen. Und das ist in dieser Branche offenbar ganz einfach, wenn man keinerlei Skrupel hat. Man nimmt 1000 Euro für eine - selbstredend großartige, weil heilende - Pille, braucht aber nur ein Hundertstel an Herstellerkosten. Wer das teure Zeug nicht bezahlen kann, hat Pech. Erfreulicherweise hat ein indisches Gericht die Abzockerfirma in ihre Schranken gewiesen und wenigstens in diesem Land die Produktion von preiswerten Generika in die Wege geleitet.

Das soll nun auch in Europa geschehen. Mit dem Blick aus Deutschland, in dem es von Pharmalobbyisten nur so wimmelt, die gern in obersten Regierungsetagen an den sie betreffenden Gesetzen mitschreiben, müssen aber noch große Zweifel am Erfolg einer Patentklage gegen den Hersteller angemeldet werden. Hier sorgt man eher dafür, dass die Arzneiproduzenten nicht allzu böse werden, feiert schon kleine Preisnachlässe als Erfolg und hat die Gesetze vorsichtshalber so präpariert, dass der Patient der Dumme bleibt und am Ende alles zahlt.

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