Kein Frieden für Debalzewo

In der Ukraine verweigern Konfliktparteien den Abzug schwerer Waffen gemäß Minsker Vereinbarung

  • Von Klaus Joachim Herrmann
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Friedenslösung für die Ukraine wurde Montag mit Gefechten infrage gestellt. Schwere Waffen werden vorerst nicht abgezogen.

Beschuldigungen, den in Minsk vereinbarten Waffenstillstand in der Ostukraine zu brechen, wurden am Montag gegenseitig erhoben. So klagte die Kiewer Zentralmacht über mehr als 100 Verstöße. Die Separatisten listeten um die 30 auf und sprachen von »provozierendem Feuer«.

Um das strategisch wichtige Debalzewo im Donezker Gebiet wurde weiter gekämpft. Die Aufständischen forderten laut Denis Puschilin, Vizechef des Donezker »Volksrates«, dass eingekesselte Regierungskräfte die Waffen niederlegen. Dann könnten sie abziehen. Der Generalstab in Kiew bestätigte die Einkreisung von Soldaten nicht. »Wir können unsere Stellungen mit Munition und Lebensmitteln versorgen«, sagte Sprecher Wladislaw Selesnjow.

Eine aus Debalzewo in Sicherheit gebrachte Mitarbeiterin der Stadtverwaltung informierte AFP, dort säßen noch etwa 5000 Zivilisten fest. Nahrungsmittel würden immer knapper.

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