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Görlitzer Park: Gelegenheiten verschlafen

Wie der Kreuzberger Verein Joliba versuchte mit Drogenkonsumenten und Dealern ins Gespräch zu kommen

Der Kreuzberger Verein Joliba engagiert sich seit 1997 für interkulturelles Zusammenleben in Berlin und betreibt ein Beratungscenter am Görlitzer Park. Von dort aus wurde 2013 der offensichtlich einzige professionelle Versuch »Aufsuchender Sozialer Arbeit« mit Drogendealern und Drogenkonsumenten im Park nebenan gestartet, aber nach drei Monaten mangels Finanzierung wieder gestoppt. Mit Katharina Oguntoye, Gründerin und Projektleiterin von Joliba e.V., sprach für »nd« Kerstin Ewald.

nd: Warum haben Sie 2012/2013 angefangen über Projekte der aufsuchenden Sozialarbeit im Görlitzer Park nachzudenken?
Oguntoya: Wir sind gar nicht selber auf die Idee gekommen, in dem Park was zu machen, sondern wir sind vom Bezirksamt, bzw. vom Grünflächenamt angesprochen worden, das für die Parkverwaltung zuständig ist. Wir haben an Gesprächsrunden teilgenommen, es ging um die Anwohnerbeschwerden hinsichtlich großer Gruppen junger Männer, die in Pulks von 20 bis 30 Mann an den Parkeingängen herumstanden, und es ging um die Möglichkeiten der Intervention. Als dann also gefragt wurde, ob wir von Joliba aus die Leute ansprechen könnten, sagte ich: »Ja«. Allerdings hielt ich es nicht für sinnvoll nur Regeln für den Park aufzustellen, ohne gleichzeitig auch Angebote zu machen.

Wie sah der kurze Probelauf von aufsuchender Sozialarbeit im Görlitzer Park 2013 aus?
Wir haben dann 4000 Euro bekommen, um einen Flyer in vier Sprachen...


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