Republikweit »Unter vier Augen«

Zum Tode der Publizistin Jutta Resch-Treuwerth

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Man kann nicht groß genug anfangen. Es geht um Krieg und Frieden. Um Leben und Tod. Die Weltliteratur nennt Namen. Penthesilea und Achill. Cleopatra und Cäsar. Medea und Jason. Julia und Romeo. Ophelia und Hamlet. Oder Sabine und der Junge, für den sie Sympathie hegt und den sie um ein Treffen bat - nun erzählen alle Mädchen der Klasse, sie laufe einem Kerl hinterher. Pein nennt man das, was Sabine empfindet. Keine Weltliteratur, aber der Stoff, aus dem sie immer wieder schöpft. Sabine, wir sind im Jahr 1979, schreibt einen Brief an die FDJ-Tageszeitung »Junge Welt«, und es geht tatsächlich um Krieg und Frieden, um Leben oder Tod. Nämlich um den Frieden eines Mädchens mit sich selbst, um Leben oder Sterben eines Gefühls. Wo Liebe in einen Menschen fährt, geschehen Weltgründungen. Wir sind auf erfolgreichen Wegen in kleinste und gigantischste Geheimnisse des Universums - aber immer wieder scheitern wir an einer gültigen Erklärung des...


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