Armut steigt trotz Wirtschaftswachstum

Paritätischer Wohlfahrtsverband macht die Bundesregierung für die Entwicklung verantwortlich und fordert höhere Sozialausgaben

  • Von Aert van Riel
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Nach einer Studie des Paritätischen waren vor zwei Jahren 12,5 Millionen Menschen in Deutschland arm. Der Norden und der Osten sind stärker von diesem Problem betroffen als der Süden.

Obwohl die Wirtschaft in Deutschland wächst und die Erwerbslosigkeit offiziell in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist, steigt die Zahl derer, die hierzulande Probleme haben, mit ihrem Einkommen einigermaßen über die Runden zu kommen. »In den vergangenen 20 Jahren war die Armut noch nie so hoch und noch nie war die regionale Zerrissenheit so tief wie heute«, sagte der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, Ulrich Schneider, am Donnerstag vor Journalisten in der Berliner Bundespressekonferenz. In seiner Studie mit dem Titel »Die zerklüftete Republik« belegt der Verband, dass die Armut innerhalb eines Jahres von 15 auf zuletzt 15,5 Prozent im Jahr 2013 angestiegen ist. Dies bedeutet einen Anstieg von 12,1 auf 12,5 Millionen Menschen.

Insgesamt verschlechterte sich die Lage in 13 der 16 Bundesländer. Nur in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen blieb die dort relativ hohe Armutsquote stabil oder ging leicht...


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