Wolfs-Panik: Geld vom Land für Hütehunde

Potsdam. Um Schafe besser vor Wölfen zu schützen, will Brandenburg künftig die Anschaffung von Herdenschutzhunden fördern. »Es ist sinnvoller in die Prävention zu investieren, als später Entschädigung zu zahlen«, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums in Potsdam. Zuvor hatte der rbb-Sender »Antenne Brandenburg« darüber berichtet. Der Schafzuchtverband Berlin-Brandenburg äußerte sich skeptisch. »Wir kämpfen schon seit Jahren um derartige Zuschüsse. Bislang wurden wir immer hingehalten«, sagte der Vorsitzende Knut Kucznik. Bislang zahlt das Land Zuschüsse bei technischen Mitteln - etwa für Zäune mit Strom. 2013 waren das rund 59 200 Euro

Damit liegen die Zuschüsse im Präventionsbereich deutlich über den Entschädigungszahlungen, die sich 2014 auf 3000 Euro summierten. Drei Jahre zuvor wurden mehr als 15 000 Euro gezahlt. Der Rückgang seit 2011 ist laut Verband auf bessere Schutzmaßnahmen zurückzuführen. Zudem habe sich der Bestand in Brandenburg auf 7 000 Mutterschafe halbiert. Wölfe fühlen sich dagegen zunehmend heimisch, man rechnet mit 100 Tieren. dpa/nd

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