Spendierlaune trotz leerer Kassen

Thüringer Prüfer stellten bei Stichproben in 13 Kommunen immense Verschwendung fest

Rund 4,1 Millionen Euro wurden allein in 13 Thüringer Kommunen über einen Zeitraum von fünf Jahren unnötig verpulvert. Der Rechnungshof fordert Konsequenzen.

Rudolstadt. Verlustreiche Finanzgeschäfte, zu hohe Honorare für Freiberufler oder Karten für den Semper-Opernball in Dresden: Thüringens Städte, Gemeinden und Kreise gehen nicht immer sorgsam mit dem Geld der Steuerzahler um. Verschwendung in Millionenhöhe listet der von Rechnungshofpräsident Sebastian Dette am Donnerstag in Rudolstadt vorgelegte Bericht zur Kommunalprüfung auf. Allein Stichprobenkontrollen in 13 Kommunen über einen Zeitraum von fünf Jahren ergaben demnach einen Betrag von rund 4,1 Millionen Euro, der unnötig verpulvert wurde.

Dette führte die Verschwendung auch darauf zurück, dass sich sehr kleine Gemeinden kaum Fachleute für die Ausschreibung öffentlicher Aufträge oder die Verwaltung ihrer Finanzen leisten könnten. »Es sind oft Fehler, die man vermeiden könnte mit fachkundigem Personal.« Der Rechnungshofpräsident bekräftigte seine Forderung nach einer Verwaltungs- und Gebietsreform in Thüringen angesichts der schrumpf...


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