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Maduro greift durch

Oberbürgermeister von Caracas festgenommen

Caracas. Venezuelas Geheimdienst Sebin hat den oppositionellen Oberbürgermeister von Caracas, Antonio Ledezma, wegen mutmaßlicher Verschwörung festgenommen. Er solle sich wegen seiner »Vergehen gegen die Verfassung und gegen den Frieden im Land« vor Gericht verantworten, sagte Venezuelas Präsident Nicolás Maduro am Donnerstagabend (Ortszeit) in einer TV-Ansprache. Ledezma hatte vor einigen Tagen eine Resolution unterzeichnet, in der eine nationale Übereinkunft für eine Übergangsregierung gefordert wird. Ziel sei es, die Wirtschaftskrise zu beenden.

»Für jeden Faschisten kommt der Tag«, kommentierte der Präsident die Festnahme. Er bezeichnete López als »Agenten des US-Geheimdienstes«. Das Oppositionsbündnis MUD forderte, dass der gewählte Oberbürgermeister umgehend freigelassen wird. Die Regierung habe sich mit der Aktion für die Gewalt entschieden und versuche, die Opposition zu diskriminieren, sagte ein MUD-Sprecher.

In seiner Rede warf Maduro den USA erneut vor, Umsturzpläne gegen ihn und seine Regierung zu verfolgen. Er habe »Beweise«, dass Angehörige der US-Botschaft in Caracas am Versuch beteiligt gewesen seien, die Streitkräfte im Land zu spalten. Er mahnte Landsleute und Armee, sie sollten auf alle Szenarien vorbereitet sein, die sich als Folge der »imperialistischen US-Aggressionen« ergeben könnten. Die USA wiesen die Vorwürfe Maduros als »haltlos und falsch« zurück.

Derweil hat Maduro hat bei einer Reise nach Kuba Revolutionsführer Fidel Castro getroffen. Wie der Staatschef im staatlichen Fernsehen sagte, ging es bei dem Treffen um die Lage in der Welt, »den Frieden, den Klimawandel und viele andere Themen«. Castro, der als politischer Mentor Maduros gilt, grüße »alle Venezolaner«, sagte Maduro, der bereits zu Wochenbeginn auf die Karibikinsel gereist war. Während seines Aufenthalts in Havanna traf er auch Kubas Staatschef Raúl Castro und andere ranghohe Politiker. Agenturen/nd

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