Ukraine geht Russlands Gas aus

Kiewer Blockade des Transits nach Europa gäbe South Stream wieder eine Chance

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Bei den jetzigen Entnahmen durch den ukrainischen Versorger Naftogas, warnte Russlands Regierungschef, sei das Gas-Limit in vier Tagen ausgeschöpft. Doch auch die Ukraine könnte ihren Einfluss auf das Gasgeschäft ausspielen.

Auf ein Polster der Ukraine von 500 Millionen bereits bezahlter, aber bis dahin nicht abgerufener Kubikmeter verwies gerade Naftogas-Vorstand Andrej Koboljew. Unbeachtet blieben dabei jedoch Lieferungen in die Separatistenregion im Osten. Die erhalten derzeit 12 Millionen Kubikmeter pro Tag, für die Kiew bis zur Wiederherstellung der Kontrolle über die Regionen auf keinen Fall zahlen will. Moskau hatte die Lieferungen zwar offiziell als humanitäre Hilfe für die kriegszerstörten Regionen deklariert und in rekordverdächtigem Tempo eine seit langem nicht mehr genutzte Leitung reanimiert. Für das Gas selbst jedoch, so Russlands Premier Dmitri Medwedew, müsse Kiew »natürlich« zahlen.

Russlands Präsident Wladimir Putin, der sich auf der Tagung des Nationalen Sicherheitsrates am Montag Bericht erstatten ließ, sieht das genauso und wies Medwedew einen Dienst nach Vorschrift an: Erst Geld, dann Gas. Wegen chronischer Zahlungsunfähigkei...


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