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Nordost-Unis wehren sich gegen Kürzung

Senate lehnen Gutachten des Landesrechnungshofs ab

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Rostock. Die Senate der Universitäten Rostock und Greifswald wehren sich gegen den Vorschlag des Landesrechnungshofs Mecklenburg-Vorpommerns, die Personalhaushalte künftig nur noch zu 96 Prozent zu finanzieren. Der Rechnungshof war Mitte Dezember in einem Gutachten zu dem Schluss gekommen, dass die Universitäten damit ausfinanziert seien. »Dieser Schlussfolgerung widersprechen wir aufs Entschiedenste. Das finden wir abenteuerlich«, sagte der Vorsitzende des Akademischen Senats der Universität Rostock, Martin Benkenstein, am Dienstag. Der Fehlbedarf würde etwa an seiner Universität zur Nichtbesetzung von 50 bis 60 Stellen führen. Die Senate forderten den Rechnungshof auf, seine Aussagen zu revidieren.

Schon aktuell liege das Finanzierungsdefizit in Rostock bei 17,2 Millionen Euro. Der Landeszuschuss betrage etwa 100 Millionen Euro. Die Erfüllung aller Aufgaben in Lehre und Forschung seien aber an 100 Prozent der Personalkapazität ausgerichtet, sagte Benkenstein. »Wir brauchen vor allem wissenschaftliches Personal. Wenn wir das laufend ausdünnen, (...) kommen wir unseren grundlegenden Aufgaben nicht mehr nach.«

Laut der Greifswalder Senatsvorsitzenden Maria-Theresia Schafmeister war der ursprüngliche Auftrag an den Rechnungshof, die Bedarfe der Hochschulen zu ermitteln. »Dieser Auftrag ist nicht erfüllt worden.« Es werde vor allem nicht bedacht, dass die Hochschulen gemessen am Angebot schon seit Jahren unterfinanziert arbeiten. Die Senate ziehen zudem die Glaubwürdigkeit des Gutachtens in Zweifel. dpa/nd

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