Werbung

Garnisonkirche: Alles auf Anfang

Andreas Fritsche über Potsdams ergebnisoffenen Bürgerdialog

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Linksfraktionschef Hans-Jürgen Scharfenbergs Bemühungen um Verständigung haben sich offensichtlich gelohnt. Im Streit um den geplanten Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche ist für die Befürworter zwar noch gar nichts verloren, und für die Gegner noch gar nichts gewonnen. Dennoch kommt eine nicht mehr für möglich gehaltene Bewegung in die Angelegenheit. Denn Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) schiebt nun den ergebnisoffenen Bürgerdialog an, um den die LINKE gerungen hat.

Damit hält es die Stadtspitze erstmals seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten, zumindest theoretisch für denkbar, dass auf den originalgetreuen Nachbau jener Kirche verzichtet wird, die durch die Reichstagseröffnung am 21. März 1933 mit Hitler und Hindenburg historisch belastetet ist.

Das ist ein Quantensprung, eine Revolution! Und es ist eine Chance, die nun aber auch genutzt werden muss. Nicht nur die Stiftung Garnisonkirche sollte umdenken und darauf verzichten, stur auf die Baugenehmigung zu pochen, die ihr niemand mehr nehmen kann. Auch die strikten Gegner des Wiederaufbaus sollten jetzt in Erwägung ziehen, Kompromisse zu machen. Für beide Seiten besteht eine Reihe von Möglichkeiten, beispielsweise Kirchturm ohne Kirchenschiff und moderne oder nur grob nachempfundene Fassade statt einer originalgetreuen. Auch über die Nutzungsideen ließe sich noch einmal reden, wenn wirklich ergebnisoffen diskutiert wird.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!