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Undeutliche Umrisse – Russlands Zukunft

Nach dem Mord am Kremlkritiker Nemzow schlägt die Stunde der politischen Auguren

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat davor gewarnt, den Mord an dem Oppositionspolitiker Boris Nemzow für politische Ziele zu benutzen. Solche Versuche seien »verachtenswert«, sagte er.

Über Tote sagt man Gutes oder nichts, lautet ein Spruch, den es auch in Russland gibt. Er gilt auch für den ermordeten Oppositionsführer Boris Nemzow, der am Sonntag unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit beigesetzt wurde.

Einzige Ausnahme: Das Staatsfernsehen. Der politische Wochenrückblick am Sonntagabend kramte Ergebnisse von Uralt-Umfragen staatlicher Meinungsforscher hervor, denen zufolge Nemzow konstant zu jener Gruppe von Politikern gehört, denen die Massen akut misstrauen.

Der Erschossene sei ein Lebemann gewesen, der Spritfresser und Frauen liebte. Das Tatmotiv könne auch Eifersucht gewesen sein. Die Frau an seiner Seite - ein Topmodel aus der Ukraine und angeblich seine Geliebte - sei deshalb durch die Schüsse nicht verletzt worden.

Fazit: Nemzow sei nie eine Gefahr für das politische System in Russland gewesen. Jene westlichen Medien, die Nemzow als politische Konkurrenz für Präsident Wladimir Putin...


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