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Es ist ein harter Kampf

Die Indígena-Aktivistin Natalia Sarapura über den Weg zu kollektiven Landrechten in Argentinien

Natalia Sarapura ist Angehörige des Volkes der Kolla im Nordwesten Argentiniens. Seit 20 Jahren tritt die 40-Jährige für indigene Rechte ein. Sie ist Präsidentin des Rates der Indigenen Organisationen von Jujuy (COAJ), einer Provinz im Hochland der Anden. Hier vertritt sie über 200 indigene Gemeinden mit insgesamt 65 000 Bewohner und Bewohnerinnen. 2013 wurde sie von der Stadt Bremen mit dem Friedenspreis ausgezeichnet. Über die Entwicklung indigener Rechte in Argentinien sprach mit ihr Martin Ling.

nd: Sie arbeiten seit mehr als 20 Jahren für den Rat der Indigenen Organisationen von Jujuy (COAJ). Gab es in diesem Zeitraum allgemein eine Verbesserung des staatlichen Verhaltens gegenüber den Rechten von Indígenas in Argentinien?
Ling: Generell ist schon zu sagen, dass die argentinische Gesellschaft dabei vorangekommen ist, die Existenz von indigenen Völkern anzuerkennen. Das war lange keine Selbstverständlichkeit. In der Zeit der Republikgründung 1810 und den Jahren des Staatsaufbaus wurde behauptet, dass die indigenen Völker verschwunden seien. Als Konzept des Ursprungs der Nation wurde das Mestizentum, das Kreolische postuliert oder eben die Migration, die hauptsächlich auf Migranten aus Europa beruht. Argentinien ist eines der am stärksten an Europa orientierten Länder Lateinamerikas. Insofern ist es eine große Errungenschaft, dass die indigenen Völker Argentinien ihren Status als kollektive Einheiten aufrechterhalten konnt...


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