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Abseits der Mär vom Boombezirk

In Lichtenberg steigt die Zahl der Kinder, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind

  • Von Christin Odoj
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In Lichtenberg ist jedes dritte Kind von staatlichen Transferleistungen abhängig. Das passt gar nicht in das Bild vom Boombezirk. Eine Kampagne will auf die Kinderarmut im Bezirk aufmerksam machen.

Als Andreas Geisel (SPD) noch Bezirksbürgermeister von Lichtenberg war, ist es ihm mit Beharrlichkeit gelungen, den Bezirk als neue Boomregion der Stadt zu verkaufen. Mindestens ebenbürtig mit dem hippen Teil Neuköllns, gerade auf dem Weg zum neuen Prenzlauer Berg. »Die Coolnessgrenze verläuft aktuell eindeutig diesseits von Lichtenberg«, antwortete er im April 2014 auf eine Kleine Anfrage der Piratenfraktion. Hinter diesem scherzhaften Satz folgten Aufzählungen von diversen positiven Entwicklungen (niedrigste Arbeitslosigkeit seit 1998, Kita- und Schulausbau, Verdreifachung des Kulturetats), die der Bezirk in den letzten Jahren zu seiner Metamorphose gebracht haben.

Probleme hat der Bezirk dennoch, die so gar nicht zu der Erzählung passen wollen, die Geisel bis zu seinem Wechsel in den Senat verkündete. Eines der großen Themen ist und bleibt die soziale Zerklüftung und mit ihr die steigende Kinderarmut. Zwar ziehen jedes Jahr...


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