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Sturm wütet in Osthessen

Meteorologen rätseln: Fallböe oder Tornado

Gemünden. Ein heftiger Sturm hat in der Nacht zum Montag im osthessischen Gemünden im Vogelsbergkreis gewütet. Mindestens 16 Dächer deckte er ab. Herabstürzende Ziegel verletzten nach Feuerwehrangaben einen Anwohner. Zahlreiche Bäume und Strommasten knickten um, Telefonleitungen wurden beschädigt, wie die Polizei berichtete. Der Strom fiel vorübergehend aus.

Ob ein Tornado durch die Region zog, war am Montagnachmittag noch unklar. »In unserer Datenbank wird der Vorfall als Verdachtsfall gelistet«, so Meteorologe Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst. Das Problem: Der Sturm tobte nachts, es gibt keine Augenzeugen, die genaue Aussagen zulassen. Seit Jahresbeginn hat der DWD bundesweit fünf solcher Verdachtsfälle registriert und einen Tornado bestätigt - am 10. Januar im niedersächsischen Kamerun-Sarenseck.

Meteorologe Herold hält eine starke Fallböe für wahrscheinlicher. Wie ein Tornado sei dieses Sturmphänomen ganz lokal und könne große Zerstörungen anrichten. Der Unterschied: Eine Fallböe nimmt eine Richtung, ein Tornado ist ein Wirbelsturm. Eine Gewitterlinie sei in der Nacht über die Region gezogen, starke Temperaturunterschiede hätten Sturm entstehen lassen, sagte Herold.

Auf der A 5 bei Alsfeld wurde der Fahrer eines Kleintransporters vom Unwetter überrascht. Er kam ins Schleudern und prallte mit seinem Fahrzeug in die Leitplanke. Er wurde schwer verletzt. Zahlreiche Straßen in der Region waren vorübergehend gesperrt. dpa/nd

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