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Die Dame mit der Handtasche

Die schwedische Stadt Växjö lehnt die Aufstellung eines Denkmals für die couragierte Danuta Danielsson ab

  • Von Bengt Avidsson, Stockholm
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Das Foto von 1985 ist legendär, doch Växjö will kein Denkmal für die mutige Danuta Danielsson, die mit ihrer Handtasche gegen einen Neonazimarsch vorging: Gewalt sei »die falsche Antwort«.

Die nach Schweden eingewanderte Polin Danuta Danielsson hatte genug. Ihre Mutter war in einem Konzentrationslager der Nazis gewesen. Als am 13. April 1985 Neonazis im südschwedischen Växjö einen Aufmarsch durchführten, rastete die kurz gewachsene, stämmige Dame aus. Wütend rannte sie hinter einem Neonazi mit Fahne her und schlug ihn mit ihrer schweren Damenhandtasche auf Hinterkopf und Schulter.

Ein Fotograf der Zeitung »Dagens Nyheter« verewigte diesen Augenblick. Das Pressefoto »Tante mit Tasche« erlangte als Symbol für Zivilcourage in ganz Schweden Bekanntheit und wurde zigfach abgedruckt, selbst in Schulbüchern. In Växjö wollten unter anderem Sozialdemokraten der Dame mit ihrer Handtasche als erhobener Waffe ein Denkmal errichten. Doch daraus wird nichts.

Die aus Växjö stammende Künstlerin Susanna Arwin wollte die Statue anfertigen. Sie studierte 1985 in New York, als ihre Mutter ihr einen Zeitungsausschnitt mit dem ...


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