Als Gold im Tunnel geschürft wurde

Erinnerungen an die Frost-WM 1999 von Kontiolahti vor den diesjährigen Titelkämpfen der Biathleten in Finnland

  • Von Andreas Morbach,
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Minus 30 Grad sorgten 1999 für vier ausgefallene WM-Rennen in Kontiolahti - und einen Medaillenregen für die deutschen Biathleten. Martina Seidl erinnert sich an frostige Zeiten und inspiriert ihre jungen Kolleginnen.

Kontiolahti. Mal ist Martina Seidl da, und dann wieder nicht. Die olympische Staffelolympiasiegerin von Nagano 1998 fährt im Zug von Ruhpolding nach München durch diverse Funklöcher, das Gespräch verläuft entsprechend häppchenweise. Ähnlich zerstückelt kam auch die Biathlon-WM vor 16 Jahren daher, die erfreulichste Station in Seidls Karriere als Sportlerin. Mit zweimal Gold und einmal Bronze schwang sie sich, knapp 25 und noch unter ihrem Mädchennamen Zellner unterwegs, damals zur »Königin von Kontiolahti« auf. Zumindest bei den Wettkämpfen, die tatsächlich in Finnland ausgetragen wurden.

Es gibt gruselige Geschichten über den Februar 1999 in Kontiolahti, über eisige Temperaturen von minus 30 Grad und noch darunter. Wegen des Dauerfrosts mussten die Rennen immer wieder verlegt werden - am Ende wurden nur sechs von zehn Medaillensätzen vor Ort verteilt. Den Rest gab es einen Monat später beim Weltcupfinale in Oslo.

Im Kon...


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