Anke Stefan, Athen 05.03.2015 / Ausland

In der europäischen Flüchtlingsfalle

Griechische Regierung entlässt Migranten aus Internierung / Keine Hoffnung auf Reform des Dublin-Systems

Mit seiner Aussage, am liebsten alle Flüchtlinge in die EU weiterziehen zu lassen, geriet Vizeinnenminister Panousis in die Schlagzeilen. Die Lage der Flüchtlinge im Land stieß nie auf derartiges Interesse.

Griechenlands Sammellager für Migranten leeren sich. Auf Anordnung der zuständigen Minister für Migrationsfragen, Tasia Christodoulopoulou, und des Vizeinnenministers, Giannis Panousis, werden seit Mitte Februar nach und nach vor allem unbegleitete Minderjährige, Schwangere, Kranke und Senioren in Heime und Einrichtungen für Obdachlose gebracht. Die übrigen Internierten werden unter der Bedingung, dass sie einen Wohnsitz nachweisen und sich regelmäßig bei einer Polizeidienststelle melden, in Gruppen von täglich um die 30 Menschen aus den mit Stacheldraht umzäunten menschenunwürdigen Massenquartieren entlassen. Auch den oft für Monate in tageslichtlosen Zellen griechischer Polizeiwachen eingesperrten Migranten wird nun nach und nach das Tor in ein freieres Leben geöffnet. Weshalb sie dort überhaupt festgehalten wurden? Sie waren ohne gültige Einreiseerlaubnis aus ihren von Krieg und Katastrophen zerstörten Heimatländern nach Europa geflohen. Insgesamt geht es nach Aussage des Vizeinnenministers um rund 4500 Menschen.

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