Kritik allein reicht nicht

Meinhardt Creydt zeigt, wie der Kapitalismus unnötig werden könnte

  • Von Fabian Westhoven
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008/09 hat zwar nicht den Kapitalismus in Frage gestellt. Aber sehr wohl in den Zentren dieser Produktionsweise für rege Debatten gesorgt. Selbst bislang Konservative wie der Thatcher-Biograf Charles Moore oder der verstorbene Herausgeber der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«, Frank Schirrmacher, mussten ihr Weltbild korrigieren und fingen an zu glauben, dass die Linke möglicherweise doch recht habe. Schade nur, dass es dieser kaum genutzt hat. Zwar ist die neoliberale Ideologie ein wenig angekratzt, mitunter wurde auch eine etwas sozialere Sozial- und Wirtschaftspolitik initiiert. Doch weder die Umverteilung zulasten der lohnabhängigen Klassen noch die strukturelle Überakkumulation von (Finanz)Kapital wurde beendet. Und ob Syriza in Griechenland das Ruder herumreißen kann - es scheint fraglich.


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* Meinhardt Creydt:


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