Fabian Lambeck 14.03.2015 / Ausland

Die zwei Türme

Der EZB-Neubau symbolisiert den Machtzuwachs der Zentralbank. Von Fabian Lambeck

Architektur »ist die primäre und machtvollste Form der Massenkommunikation«, schrieb Deyan Sudjic, der Direktor des Londoner Design-Museums. Insofern haben die österreichischen Architekten vom Büro Coophimmelb(l)au mit ihrem Entwurf für die neue EZB-Zentrale ganze Arbeit geleistet. Die beiden Türme des Neubaus stehen für die zwei zentralen Aufgaben, die der Zentralbank nun zugedacht sind: Geldpolitik und Aufsicht über die Großbanken des Euro-Raumes. Dabei gehörte die Bankenaufsicht ursprünglich nicht in den Verantwortungsbereich der 1998 gegründeten Währungsbehörde. Erst seit November 2014 überwacht die Zentralbank jene 130 Großbanken, deren Bilanzsumme größer als 30 Milliarden Euro ist oder die mindestens 20 Prozent der Wirtschaftsleistung eines Landes ausmachen. Sie ist dabei nur für die Banken in den 19 Staaten zuständig, die bislang den Euro eingeführt haben. Mit diesem Aufgabendualismus will die Europäische Union ihre Lehre aus der Finanzkrise gezogen haben.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: