Thüringens AfD-Chef Höcke drängt auf Rechtskurs

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Thüringens AfD-Chef Höcke will nicht liberal sein

Der Landeschef der Rechtspartei AfD in Thüringen, Björn Höcke, hat Teile der Bundesspitze scharf angegriffen und vor einem liberalen Kurs gewarnt. »Wir orientieren uns in unserem politischen Handeln ängstlich an dem, was uns Institutionen, Parteien und Medien als Spielraum zuweisen«, heißt es in einer sogenannten Erfurter Resolution, die Höcke am Samstag auf einem AfD-Landesparteitag in Arnstadt vorstellte. Ohne Bundesparteichef Bernd Lucke und den Europaabgeordneten Hans-Olaf Henkel namentlich zu nennen, wird weiter kritisiert, die Partei habe sich von rechten Protestbewegungen wie Pegida »ferngehalten und in vorauseilendem Gehorsam sogar distanziert« - obwohl tausende AfD-Mitglieder an den Aufmärschen beteiligt gewesen seien. Außerdem habe die AfD Mitglieder »verprellt und verstoßen, deren Profil unverzichtbar ist«. Neben Höcke haben der AfD-Landeschef von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, sowie Parteimitglieder aus Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern das Papier unterzeichnet. In der Vergangenheit hatten die rechtskonservativen und weit im nationalistischen Lager stehenden Landeschefs von Sachsen und Brandenburg, Frauke Petry und Alexander Gauland, ihre Meinungsverschiedenheiten mit Lucke öffentlich ausgetragen. Höcke stößt aber selbst in der Thüringer Landtagsfraktion auf Kritik. Der Abgeordnete Jens Krumpe sagte der »Thüringer Allgemeinen«, er trage eine »ultrakonservative Ausrichtung« nicht mit. Krumpe teilte auf dem Parteitag seinen Rücktritt aus dem Landesvorstand mit.

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