Martin Kröger 17.03.2015 / Berlin

Profiteur der Flüchtlingsnot

Obwohl es seit Jahren Probleme gibt, macht Berlin weiter mit der privaten PeWoBe Geschäfte

Wenn es um die menschenunwürdige Unterbringung von Flüchtlingen geht, taucht immer wieder der Name PeWoBe auf. Probleme mit dem Heimbetreiber waren den Berliner Behörden lange bekannt.

Der Vorgang ist ungewöhnlich. Als Polizisten der Direktion 2 vor einigen Wochen die Flüchtlingsunterkunft in der Gretel-Bergmann-Halle in Wilmersdorf betraten, waren sie so entsetzt, dass sie sich nach dem Einsatz schriftlich an das zuständige Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) wandten. »Es gab ein Gespräch mit dem LAGeSO-Präsidenten Franz Allert, bei dem zugesichert wurde, dass das abgestellt wird«, sagt ein Beamter der Direktion 2. Betreiber der Turnhalle mit rund 200 Plätzen ist die Professionelle Wohn- und Betreuungsgesellschaft mbH (PeWoBe). Die Zustände in der Turnhalle waren am Montag auch kurz Thema im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses.

Die PeWoBe, die Unterkünfte und Wohnheime für Flüchtlinge und Obdachlose in Berlin betreibt, steht immer wieder in der Kritik und spielt auch ...