Werbung

Blockade soll Büchel dicht machen

Atomwaffen-Gegner wollen Zugang zu Fliegerhorst 65 Tage lang behindern

Büchel. Friedensaktivisten wollen die Zufahrten des Bundeswehr-Fliegerhorstes Büchel vom 26. März an 65 Tage lang blockieren. Damit werde gegen die dortige Stationierung und Lagerung von US-Atomwaffen protestiert, sagte ein Sprecherin der Aktion »büchel65« am Donnerstag. Es sei geplant, dass verschiedene Gruppen jeweils für einen Tag »gewaltfreie Blockaden« übernähmen. Bislang hätten sich bereits 20 Gruppen gemeldet, die mitmachen würden, sagte die Sprecherin. Ziel sei es, »störend zu sein«.

Im vergangenen August hatten die Atomwaffengegner zehn Tage lang am Fliegerhorst immer wieder Tore blockiert. Dass eine Protest-Aktion 65 Tage lang gehe, habe es in Büchel noch nicht gegeben, sagte die Sprecherin. Zur »Auftaktblockade« am 26. März werde Sänger Konstantin Wecker erwartet. Die Aktion solle bis zum 29. Mai laufen. Der Fliegerhorst in Rheinland-Pfalz gilt als einziger Standort in Deutschland, an dem US-Atomwaffen lagern.

Die Aktion sei angelehnt an »faslane365« und »gorleben365«: Im schottischen Faslane hatten Aktivisten vom Oktober 2006 bis September 2007 an der Trident-U-Boot-Atomwaffenbasis protestiert. Und in Gorleben war von August 2011 ein Jahr lang mit Blockaden der Baustellen-Verkehr zum atomaren Endlager-Bergwerk immer wieder behindert worden. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln