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Der Tod formt die ideale Alterspyramide

  • Von Roberto J. De Lapuente
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der Zusammenbruch der gesetzlichen Rente ist nahe, orakelt Guru Hans-Werner Sinn mal wieder. Und wie alle Berserker gegen die gesetzliche Rente, weint auch er der idealen Alterspyramide nach. Das ist nicht nur fadenscheinig. Es ist der Ruf nach einer morbiden Gesellschaft.

Der demographische Wandel ist ja immer noch Thema für manche Publikation. »Focus Online« (das mittlerweile sogar die »Bild-Zeitung« in Sachen Niveaulosigkeit abhängt) kramt dafür mal wieder Professor Sinn aus der Mottenkiste. Der jongliert mit Zahlen und erklärt, dass in einigen Jahren die Babyboomer in die Rente pilgern. »Dann werden […] achteinhalb Millionen weniger Personen im erwerbsfähigen Alter« sein, analysiert er. Und damit das ausgeglichen werden könnte, »seien theoretisch 32 Millionen mehr Arbeitskräfte nötig«. Diese Verhältnismäßigkeit von Einzahlern und Rentnern belegt, dass der ifo-Leiter durchaus der Ansicht ist, dass eine »ideale Alterspyramide« notwendig sei, um die staatliche Rente zu erhalten.

Mit der geht man ja immer noch gerne die Klinken putzen, um für die private Altersvorsorge zu werben. Schon in der Schule haben sie mir damals beigebracht, dass nur eine solche Pyramide das System am Laufen halte. Das war immerhin Anfang der Neunzigerjahre. Einen Riester haben sie uns da aber noch nicht aufgeschwatzt: Die Gnade der frühen Geburt. Was sie uns vor die Nase setzten, war ein gleichschenkeliges Dreieck, das sich nach oben h...


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