Das Eigene und das Fremde

Im Kino: der europäisch-afrikanische Film »N - Der Wahn der Vernunft« von Peter Krüger

  • Von Gunnar Decker
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Man sagt, mit jedem alten Mann, der in Afrika sterbe, gehe eine Bibliothek unter. Doch was aber passiert, wenn ein Europäer in Afrika stirbt, der sein Leben aus Liebe zum schwarzen Kontinent an der Elfenbeinküste verbrachte?

Man sagt, mit jedem alten Mann, der in Afrika sterbe, gehe eine Bibliothek unter. Denn in seinem Kopf seien unendlich viele Geschichten aufgehoben, die nicht aufgeschrieben, sondern von Generation zu Generation weitererzählt wurden. Die afrikanische Kultur ist keine, die auf der Schrift, sondern eine, die auf dem gesprochenen Wort basiert. Umso verletzlicher ist sie. Der Satz von den verlorengehenden Bibliotheken kommt im Filmessay von Peter Krüger nicht vor, aber er schwingt als Frage in »N - Der Wahn der Vernunft« immer mit. Es ist ein auf beunruhigende Weise abgründig verrätselter Film geworden.

Was aber passiert, wenn ein alter Europäer in Afrika stirbt, der fast sechzig Jahre seines Lebens aus Liebe zum schwarzen Kontinent an der Elfenbeinküste verbrachte wie der belgische Musiker und Privatgelehrte Raymond Borremans, der von 1929 bis 1988 hier lebte und arbeitete? Idealisten wie Borremans lebten den Traum von der Symbios...

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