Notbrücken für alle Fälle

Mobile Behelfssegmente aus dem Kalten Krieg müssen mancherorts alte Übergänge ersetzen

  • Von Jens Albes, Gau-Bickelheim
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Im Kalten Krieg wurden sie für zerstörte Flussquerungen vorgehalten: mobile Notbrücken. Heute ermöglichen sie oftmals behelfweise die Aufrechterhaltung des Verkehrs, etwa bei Reparaturarbeiten.

Die Teile in der Doppelhalle bei Gau-Bickelheim südlich von Bingen in Rheinland-Pfalz erinnern an einen alten Metallbaukasten für Kinder. Nur dass alles viel größer ist: Fahrbahnteile, Brückenlager, Riesenschrauben und Pfeilerelemente. Damit lassen sich mobile Notbrücken zusammenschrauben, die in ganz Deutschland zum Einsatz kommen. Demnächst eventuell auch bei einem der wichtigsten Verkehrsnadelöhre im Rhein-Main-Gebiet, der kaputten Schiersteiner Brücke zwischen Wiesbaden und Mainz.

»In Deutschland gibt es zehn Lager für Behelfsbrücken des Bundes«, erklärt Mario Graßmann von der Autobahnmeisterei Gau-Bickelheim. »Unsere Fachwerkbrücke, die SS 80, finden Sie nur noch bei Mönchengladbach ein zweites Mal.« Bailey, SB 30 und D - das sind die Kürzel weiterer Ersatzbrücken, die der Bund an anderen Orten lagert.

Die Gau-Bickelheimer Metallkonstruktion kann 700 Meter überbrücken. Teile davon sind derzeit weit weg im Einsatz: S...


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