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Brief aus Haltern: Gedenken konnten wir nicht

Ein Schüler berichtet, wie die Menschen in Haltern unter dem Presseansturm leiden

  • Von Mika Baumeister
  • Lesedauer: ca. 15.5 Min.

Reporter in Sanitäter-Westen, Kameras unter Blumensträußen, Anrufe um Mitternacht: Auf seinem Blog berichtet ein Schüler aus Haltern über die Katastrophe nach der Flugzeugkatastrophe: Journalisten. Mit seiner Zustimmung dokumentieren wir an dieser Stelle den inhaltlich unveränderten Beitrag.

Liebe Sensations-Journalisten,

haben Sie schon einmal auf einen Schlag viele ihrer Freunde, Bekannte oder sogar Verwandte verloren? Nein? Bei der Berichterstattung einiger Medien merkt man das. Und gerade jenen Pressevertretern möchte ich raten, sich einmal zu überlegen, wie sie sich bei dem letzten Todesfall in der Familie gefühlt haben. Was würden Sie wohl machen, wenn Ihre große Trauer von einem noch größeren Aufgebot von Kameras gefilmt wird?

In den letzten Tagen ist so viel passiert, wurde so viel geredet, gab es so viele Gerüchte. Das alles fügt sich zu einem großen Ganzen zusammen. Und dieses ist aus Sicht Vieler vollkommen widerlich. Ganz abgesehen von der Tat des Co-Piloten, die ich hier vollkommen außen vor lassen möchte (ich war nicht in der Lage, mich ausreichend über neue Untersuchungsergebnisse zu informieren), sowie dem Tod der anderen Passagiere, gibt es einen großen Aufklärungsbedarf für die konsumierende M...


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