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»Shalom« moderne Kunst in Berlin

Im Martin-Gropius-Bau gastiert das Tel Aviv Museum of Art mit der Ausstellung »Jahrhundertzeichen«

  • Von Anita Wünschmann
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Erde und der Turm. Claude Monets spätsommerliches Gemälde »Getreideschober in Giverny« hängt gegenüber der zeitgenössischen Arbeit »Marganith«. Der Künstler Tzion Abraham Hazan lebt in Tel Aviv und hat mit einer Videokamera den 138 Meter hohen Turm, Sitz des Generalstabs der israelischen Verteidigungsstreitkräfte umkreist. Das Wort Marganith aus dem Hebräischen bedeutet schlicht Ackergauchheil, ein Primelgewächs. Das Gemälde aus dem 19. Jahrhundert und die Videoinstallation Hazans kommunizieren miteinander. Obwohl die künstlerischen Ausdrucksformen so verschieden sind und Hazan den »phallischen Zyklopen« mit seiner Machtattitüde eher ironisiert, geht es um Landliebe und das Trauma des Landverlustes. Ein Topos, der spielerisch auch in Guy Ben-Ners do-it-yourself-Skulptur »Treehouse Kit«(Baumhaus-Bausatz) konstruiert wird. Im Video dazu zeigt sich der Künstler als vollbärtiger neoanarchischer Bewohner auf einsamem Platz. Dass der Bau...


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