Paradies für scharfe Zähne

Im Oderbruch ist der Biber zu Hause - am Wirken der Nager scheiden sich die Geister

  • Von Peter Kirschey
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der Biber ist wieder da, die lange bedrohten Bestände wachsen - zur Freue der Naturschützer und zum Gram von Bauern und Deichschützern im Oderbruch. Fangen oder gar töten darf man die Nager nicht.

Ob kalendarisch, meteorologisch, oder ideologisch - der Frühling ist da, und es ist eine gute Zeit für einen Spaziergang auf dem Oderdeich. Zwischen Zollbrücke und Bienenwerder im Landkreis Märkisch-Oderland ist an den Wochenenden auf dem befestigten Weg eine kleine Völkerwanderung unterwegs, liegt doch dieser Abschnitt der Bundeshauptstadt am nächsten. In der Woche herrscht auf dem Deich himmlische Ruhe - wie auf einem anderen Stern.

Den Abhang hinunter, in Richtung des kleinen Flüsschens Mucker, ein Rinnsal in trockener Zeit, findet man sie - die dicken angespitzten Bleistifte von Birken-, Eichen- und Erlenresten, die rundum abgeknabberten Baumstämme ohne Rinde. Untrügliches Zeichen: Hier sind Biber am Werk. Den Spaziergänger und Naturschützer freut es, den Einheimischen bereitet er doch mitunter einige Kopfschmerzen. Denn das niedliche Nagetier mit seinem unverwechselbaren Schwanz kann Einiges bewegen. Es gräbt sich mit beeindrucken...

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