Tierliebe im digitalen Dickicht

Die Videonale 15 im Kunstmuseum Bonn folgt dem Ruf des Wilden

  • Von Konstantin Alexiou
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Kurzfilm »Apes as Family« dokumentiert einen Versuch im Schimpansengehege. Die US-Künstlerin Rachel Mayeri zeigt den Tieren ein Video, in dem sich Menschen in Affenkostümen wie Artgenossen geben. Ein Schimpanse springt aufgebracht gegen den Bildschirm, einen weiteren scheint die Handlung in den Bann zu ziehen, insbesondere wenn die Schauspieler die Masken absetzen. Ist hier wirklich nur der Primat Gegenstand der Untersuchung? Der Film ist einer von 38 Beiträgen bei der 15. Videonale im Kunstmuseum Bonn, eines der ältesten Videofestivals weltweit, 1984 gegründet. »Überraschenderweise unterscheiden sich die künstlerischen Strategien heute kaum von denen aus den frühen Jahren«, sagt die Festivalleiterin Tasja Langenbach. Nur die Experimente mit dem Medium seien mit der Zeit der Narration gewichen.

Für die aktuelle Ausgabe gab es mit »The Call of the Wild« erstmals ein Thema für den offenen Wettbewerb. Auch wenn die Jury das Thema viel...


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