Athen sucht Partner jenseits der EU

Mehrere griechische Minister führen Gespräche mit Russland, China und den USA

  • Von Anke Stefan, Athen
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die griechische Regierung setzt nach wie vor voll auf den Verbleib des Landes in der Eurozone. Dies hindert sie jedoch nicht daran, vorsorglich die Fühler auch in andere Richtungen auszustrecken.

China, Russland und die USA - diese drei Länder könnten Griechenlands Notanker jenseits von EU und Eurozone sein. Eine Hinwendung zu Russland ist dabei die von der EU am meisten gefürchtete Option. Bereits vor einem für den 8. April geplanten Besuch des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras bei Russlands Präsident Wladimir Putin warnte der CDU-Europaexperte Gunther Kirchbaum laut »Spiegel Online«: »Wer weiter Hilfe von der EU haben will, dessen Kompass sollte nach Brüssel und nicht nach Moskau zeigen.«

Dennoch ist zu Wochenbeginn ein hohes griechisches Regierungsmitglied nach Moskau gereist. Im Mittelpunkt der Gespräche vom Minister für Wirtschaftlichen Wiederaufbau, Umwelt und Energie, Panagiotis Lafazanis, mit seinem russischen Amtskollegen, Alexander Nowak, und dem Chef der mehrheitlich in Staatsbesitz befindlichen russischen Gazprom, Alexej Miller, standen Neuverhandlungen über den Gaspreis. Zuletzt hatte Grieche...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.